„Wir sind sehr stolz auf Sie“
Sie haben es geschafft: Nach drei Jahren intensiven Lernens, einer Zeit vollgepackt mit Vorlesungen, Prüfungen und Seminararbeiten, geprägt von Anstrengung, Ehrgeiz und manchmal auch Verzweiflung, hielten am Nachmittag des 27. März 46 junge Menschen ihre Bachelorurkunde in der Hand – und damit den formalen Nachweis, diese fordernde Zeit voller Höhen und Tiefen zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht zu haben. Ich gratuliere Ihnen aus ganzem Herzen
, sagte Rektor Erich Keller zu den Absolventinnen und Absolventen des 23. Bachelorjahrgangs, die sich gemeinsam mit Angehörigen und Freunden in der Aula der Hochschule versammelt hatten, um dieses besondere Ereignis zu feiern. Ich weiß, wie Sie sich heute fühlen. Schließlich war ich selbst einmal einer der glücklichen Absolventen, der an diesem Ort sein Zeugnis und seine Ernennungsurkunde ausgehändigt bekam.
In seiner Begrüßungsrede ging Keller darauf ein, wie wichtig es sei, einem Beruf nicht nur zum Gelderwerb nachzugehen, sondern ihn mit Überzeugung und Leidenschaft auszuüben. Nur wer mit Freude und Enthusiasmus bei der Arbeit ist, wird sein ganzes Potenzial entfalten.
Er ermutigte die Absolventinnen und Absolventen dazu, sich bei der Jobwahl nicht mit dem Erstbesten zufrieden zu geben, sondern danach zu streben, eine Position zu finden, die einem im wahrsten Sinne des Wortes zur Berufung werde. Dazu müsse man sicher das eine oder andere Hindernis überwinden und auch mal eine Durststrecke aushalten. Doch das lohne sich. Denn, so zitierte er Tolstoi: Das Glück besteht nicht darin, dass du tun kannst, was du willst, sondern darin, dass du immer willst, was du tust.
Gratulation im Namen des gesamten Vorstands
Den Festvortrag zur Akademischen Feier hielt Vorstandsmitglied Lutz Lienenkämper, zu dessen Dezernat auch die Hochschule der Bundesbank gehört. Er gratulierte den Absolventinnen und Absolventen herzlich im Namen des gesamten Vorstands und sprach ihnen seine Anerkennung für das in den vergangenen drei Jahren Geleistete aus. Darauf können Sie heute zurecht stolz sein
, sagte er und ergänzte: Ich denke, ich spreche auch im Namen Ihrer Eltern und Angehörigen, wenn ich sage: Wir sind sehr stolz auf Sie. Und wir freuen uns über so viele tolle Nachwuchstalente.
Unsere Mitarbeitenden sind das Herzstück der Bundesbank
, sagte Lienenkämper. Und er betonte: Egal in welchem Arbeitsbereich Sie anfangen – Sie tragen entscheidend dazu bei, dass die Bundesbank ihre wichtigen Aufgaben als deutsche Zentralbank im Eurosystem überzeugend erfüllen kann.
Botschafter und Multiplikatoren der ökonomischen Bildung
Stabilitätsorientiertes Handeln, so Lienenkämper weiter, brauche das Vertrauen der Bevölkerung. Und dieses Vertrauen könne sich nur bilden, wenn die Menschen verstehen, was wir tun
. Daher komme der ökonomischen und finanziellen Bildung eine große Bedeutung zu – und so auch den Beschäftigten der Bundesbank, die auf diesem Feld wichtige Übersetzungs- und Transferarbeit leisten könnten. Ich möchte Sie ausdrücklich ermutigen, sich als Botschafter und Multiplikatoren der ökonomischen Bildung zu engagieren
, rief Lienenkämper den Absolventinnen und Absolventen zu. Für dieses Engagement gebe es eine Reihe von Möglichkeiten. So könne man etwa im privaten Umfeld über Ziele und Aufgaben der Bundesbank informieren. Auch verschiedene Kommunikationsformate der Bank böten sich an. Lienenkämper erwähnte explizit die Reihe „Zurück in die Schule“, bei der Kolleginnen und Kollegen an ihrer alten Schule über die Bundesbank und ihre Arbeit dort berichten und so aus erster Hand einen persönlichen und authentischen Einblick in die Welt der Zentralbanken gewähren. Und wer weiß
, so Lienenkämper, vielleicht können Sie den einen oder anderen auch für ein Studium in Hachenburg begeistern. Ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen.